Ausbildung in Mediation 2026/2027
In Kooperation mit ORCA TRAINING
BERUFSBEGLEITENDE ZUSATZAUSBILDUNG NACH DEN RICHTLINIEN DES BUNDESVERBANDES MEDIATION e. V:
MEDIATION ist ein Konzept zur friedlichen Klärung von Konflikten und zur Stärkung der Konfliktkompetenz. Die Medianden behalten die Verantwortung für die Lösung ihres Konfliktes und werden darin gestärkt, ihre Interessen so zu vertreten, dass Anderen dadurch kein Schaden zugefügt wird.
Mediator*innen schaffen als „allparteiliche, ausgebildete Dritte“ Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, damit Konfliktparteien ihre Konflikte bearbeiten und in einen konstruktiven Prozess der Auseinandersetzung treten können. Die Parteien werden dadurch fähig, den Konflikt eigenverantwortlich, einvernehmlich und zum beiderseitigen Vorteil zu regeln.
INHALTE:
Die Ausbildung vermittelt das Konzept der klientenzentrierten und systemorientierten Mediation, welches der Konfliktvermittlung sowohl in beruflichen als auch in persönlichen bzw. sozialen Lebensbezügen dient. Die Methode der Gewaltfreien Kommunikation, wie sie von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde, ist dabei die Grundlage für Haltung und Sprache der Mediatorin/des Mediators.
Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen steht die Arbeit am eigenen Konfliktverhalten und die Entfaltung einer wertschätzenden Haltung im Mittelpunkt. Daraus ergibt sich eine prozessorientierte Kursgestaltung, die die Stärkung von Konfliktfähigkeit und die Erweiterung persönlicher Potenziale der Teilnehmenden beinhaltet.
Schwerpunkte der Ausbildung:
● Aufbau eines Mediationsgesprächs, Methoden und Haltung in der Mediation
● Das Harvard-Konzept als eine Grundlage der Mediation
● Kommunikationsmodelle
● Stärkung der eigenen Konfliktfähigkeit, Reflexion des eigenen Konfliktverhaltens
● Fallannahme, Fallentwicklung, Konfliktanalyse
● Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
● Mediation in interkulturellen Konflikten
● Bearbeitung von Konflikten aus eigenen Berufs- und Lebensfeldern durch Mediation
● Mediation in Gruppen und Teams
● Trennungs-/Scheidungsmediation
● Umgang mit starken Gefühlen in der Mediation
● Stärkung der Empathiefähigkeit als zentrale Grundhaltung des Mediators/ der Mediatorin
● Selbstreflexion, Feedback geben und bekommen
● Dokumentation eines Mediationsfalles oder einer Selbstreflektion im Rahmen der Ausbildung
ZIELGRUPPE:
Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die
● in sozialen, pädagogischen, beratenden oder juristischen Berufsfeldern arbeiten.
● als Multiplikatoren in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung tätig sind.
● in Institutionen, Organisationen oder Firmen mit Konflikten zu tun haben.
● sich in Teamleitung und Personalführung oder in der Betriebsarbeit engagieren.
● im Bereich „Mediation“ arbeiten wollen.
TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN:
Die Bereitschaft zur Anwendung der Mediation in beruflichen, gesellschaftlichen oder privaten Lebensbezügen sowie zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Konfliktverhalten wird vorausgesetzt.
METHODEN:
Teilnehmer*innenorientiertes Arbeiten:
In der Ausbildung arbeiten wir ressourcen-, prozess- und handlungsorientiert. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden darauf ausgerichtet und können sich ggf. verschieben.
SUPERVISION UND BEGLEITUNG:
Jede*r Teilnehmende wird bei der Bearbeitung von Konflikten unterstützt. Ein persönlicher Ausbildungsfahrplan sichert effektives und praxisrelevantes Lernen.
ÜBUNGEN UND FEEDBACK:
Theorie und Praxis werden durch Referate, Diskussionen, Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie Rollenspiele mit ausführlichem Feedback erarbeitet.
Körper-, Konzentrations- und Entspannungsübungen sowie angeleitete Meditationen sorgen für eine ausgeglichene Lernatmosphäre.
AUSBILDUNGSZERTIFIKAT
Die Ausbildung entspricht in Art, Umfang und Struktur den Standards, die vom Bundesverband Mediation e.V. entwickelt wurden. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer*innen unserer Gesamtausbildung Mediation ein Ausbildungszertifikat nach dem Standard des Bundesverbandes Mediation e.V. .
Nach Abschluss der Mediationsausbildung besteht die Möglichkeit als MEDIATOR:IN nach Standards des Bundesverbandes zu arbeiten. Im Anschluss bestehen folgende Möglichkeiten sich weiter zu qualifizieren:
1. LIZENSIERTE:R MEDIATOR:IN bspw. beim Bundesverband für Mediation BM®
● Mediationsausbildung mit mind. 210 Stunden plus ein Lizensierungsverfahren mit 5 Fallsupervisionen und weitere Voraussetzungen. Informationen: www.bmev.de/de/die-mediation/mediatorin-werden
2. ZERTIFIZIERTER MEDIATOR:IN nach Gesetz:
● Mediationsausbildung mit mind. 130 Stunden: Dokumentation von 5 supervidierte Mediationsfällen und zusätzlich die Erfüllung aller Bestimmungen der Zertifizierte Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV).
SUPERVISION zu Mediationsfällen bieten die Ausbilderin als Zusatzleistung an.
AUSBILDUNGSTEAM von ORCA-Training:
S y b i l le H e r o l d: zertifizierte Ausbilderin BM® , selbstständig tätig als Mediatorin, Trainerin für GFK und Coach
In den Bildungswochen und je nach Gruppengröße arbeiten wir gemeinsam im Team:
M a n d y L ü d e k i n g: Organisationsentwicklerin M. A. , Mediatorin, Trainerin für gewaltfreie Kommunikation im Zertifizierungsprozess CNVC , ZEN-Praktizierende.
T h o m a s Streipert: zertifizierter Mediator, zertifizierter Trainer für gewaltfreie Kommunikation CNVC
Weitere Informationen zu ORCA Training unter: www.orca-taining.de
UMFANG UND ZEITRAUM:
210 Zeitstunden: Infoveranstaltung oder Einzelgespräche, 8 Wochenenden (Fr./ Sa.), 2 Bildungsurlaubswochen (Mo. bis Fr.) sowie Intervisionsgruppenarbeit zur Vertiefung der Ausbildungsinhalte und zum Praxisaustausch/Intervision und Supervision
Zur Intervisionsgruppenarbeit : Termine werden nach vorheriger Absprache in eigenständiger Planung der Ausbildungsgruppe vereinbart.
INFOABEND ZUR AUSBILDUNG:
29. Januar 2026, 17.00 Uhr im BF Minden; bitte anmelden unter der Veranstaltung-Nr. 26Aaa004
10. Februar 2025, 18.00 Uhr online; Veranstaltung-Nr.26Aaa006
Die Informationsveranstaltung zur Ausbildung in Mediation dient dazu, das Konzept, die Seminarleitung und die Arbeitsweise kennenzulernen, sowie die eigenen Erwartungen abzuklären und eine Entscheidungshilfe für die Anmeldung zu der langfristigen Ausbildung bieten.
TERMINE:
Ausbildungstermine 2026:
Fr./Sa., 24./25. April
Woche: 8.-12. Juni (Bildungsurlaub)
Fr./Sa., 4./5. September
Fr./Sa., 9./10. Oktober
Fr./Sa., 27./28. November
Ausbildungstermine 2027
Fr./Sa., 15./16. Januar
Woche: 8.-12. Februar (Bildungswoche)
FR./Sa, 12./13. März Onlineveranstaltung!
Fr./Sa., 16./17. April
Fr./Sa., 4./5. Juni
Ausbildungszeiten:
Wochenenden:
Fr., 10.00-12.30 und 14.00-18.30 Uhr
Sa., 9.00-12.30 und 14.00-18.00 Uhr
Bildungsurlaubswochen:
Mo., 10.00-12.30 und 14.00-19.00 Uhr
Di., 9.00-12.30 und 14.00-19.00 Uhr
Mi., 9.00-12.30 und 14.00-19.00 Uhr
Do., 9.00-12.30 und 14.00-19.00 Uhr
Fr., 9.00-13.00 Uhr
Online Modul:
Fr., 14.00-18.30 Uhr
Sa., 10.00-12.30 und 13.00-16.00 Uhr
ZUSATZ-INFO:
200 Euro Frühbucherrabatt bei Buchung bis 18.02.2026.
Es besteht die Möglichkeit, eine Zahlung in 10 Raten zu vereinbaren. Bitte per Mail angeben!
ANMELDUNG:
Schriftliche Anmeldung erforderlich.
Mit der Anmeldung über die Homepage ist die Teilnahme an der Ausbildung verbindlich. Sie erhalten ca. 8 Wochen vor Seminarbeginn eine Rechnung. Bei vorzeitiger Beendigung der Ausbildung durch die Teilnehmerin/ den Teilnehmer sind die Ausbildungskosten dennoch in voller Höhe zu zahlen.
Rücktritt:
Bis 10 Wochen vor Seminarbeginn fällt eine Gebühr von 50 Euro an, danach ist die gesamte Seminargebühr zu entrichten.
BILDUNGSURLAUB:
Für die 2 Wochenmodule besteht die Möglichkeit, bei Ihrem Arbeitgeber Bildungsurlaub zu beantragen.
In den meisten Bundesländern wird Arbeitnehmer*innen die Möglichkeit geboten, sich für eine bestimmte Zeit von ihrer Berufstätigkeit freistellen zu lassen, um Gelegenheiten zur Weiterbildung wahrzunehmen. Informationen zum Bildungsurlaub in den einzelnen Bundesländern finden Sie unter: www.bildungsurlaub.de
Das Formular zur Beantragung von Bildungsurlaub (BU) bei Ihrem Arbeitgeber mit dem Seminarprogramm erhalten Sie per E-Mail. Bitte reichen Sie die Unterlagen rechtzeitig beim Arbeitgeber ein und beachten Sie die o.g. Rücktrittsfristen.
FÖRDERMÖGLICHKEITEN:
Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie für diese Fortbildung eine Förderung beantragen. Die Förderungen unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern.
NRW: Ab dem 1. Februar 2026 steht die neue Förderung, finanziert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Europäischen Sozialfonds, zur Verfügung. Mit dieser Förderung unterstützt die Landesregierung Nordrhein-Westfalens die berufliche Weiterbildung von Personen mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen. Der Bildungsscheck 2.0 kann pro Person einmal im Kalenderjahr beantragt werden. Informationen zu einem Antrag unter https://www.mags.nrw/bildungsscheck
INFORMATIONEN zu der Ausbildung in Mediation erhalten Sie im BF. Ansprechpartnerin: Sybille Herold Tel. 0170/2445105 oder herold@bf-minden.de
Gebühr
4.625,00 €